Jahreshauptversammlung 2016_4 Zur Mitgliederversammlung am 11. März konnte Vorsitzender Josua Flierl im großen Saal der Volksbank auch in diesem Jahr zahlreiche Ehrengäste, Ehrenmitglieder, Förderer, Passive und selbstverständlich Aktive begrüßen. Eine besondere Begrüßung genossen Landrat Dr. Hermann Ulm, Oberbürgermeister Franz Stumpf, Bürgermeister Franz Streit, Kreisbrandrat Oliver Flake mit weiteren Vertretern der Kreisbrandinspektion, die Vertreter des THW sowie der Ortsteil- und Werkfeuerwehren sowie die Aspiranten auf den OB-Sessel, die Stadträte Dr. Schürr und Dr. Kirschstein.

Nach dem traditionellen Totengedenken begab sich der Vorsitzende an das Rednerpult und gab seinen diesjährigen Bericht des Vorsitzenden ab. Flierl begann seine Ausführungen mit einem Dank an die Anwesenden. „Ihr alle gehört zu den Menschen, die mehr tun als Ihre Pflicht. Wer sich 365 Tage rund um die Uhr für andere Menschen, Tiere und Sachen einsetzt, tut wahrlich mehr als eine Pflicht“. Weiter dankte Flierl vor allem den Passiven und Förderern. „Nur mit Eurer Unterstützung gelingt es uns, das Rad Feuerwehr nicht nur am Laufen zu halten, sondern auch immer wieder mit neuem Leben zu füllen“. Im Anschluss gab der Vorsitzende einen Rückblick auf das vergangene Jahr mit zahlreichen Aktivitäten. Die gesamten Aktivitäten machen wir nicht aus Jux und Tollerei, sondern sie dienen hauptsächlich unserem Vereinszweck, die Unterstützung der aktiven Mannschaft sicherzustellen. Als Beispiele nannte der Vorsitzende die Anschaffung von Überjacken für Nichtatemschutzgeräteträger für rd. 10.000,-- €, den Ankauf von Winterjacken für die Kapelle, die „Anschubfinanzierung“ für die Kinderfeuerwehr „Flammbinis“ usw. Zum Ende seiner Ausführungen erklärte Flierl, dass der Verein auf einem guten Weg ist. Die Finanzen sind stabil, die Mitgliederzahl wächst stetig und die Veranstaltungen der Wehr erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der Vorsitzende schloss seine Ausführungen mit dem Dank für das Engagement und gleichzeitig mit der Bitte, auch weiterhin engagiert zu bleiben und einem Ausblick auf das Jahr 2018, in dem die Forchheimer Feuerwehr ihr 150jähriges Bestehen mit zahlreichen Aktivitäten feiern wird. Nach den Ausführungen des Vorsitzenden erfolgte eine besondere Auszeichnung an den scheidenden Oberbürgermeister. Siehe hierzu den gesonderten Bericht auf der Homepage.

Im Anschluss verlas Schriftführer Thomas Jungbauer die Niederschrift der Mitgliederversammlung 2015.

Ihm folgte Kommandant Jürgen Mittermeier mit dem entsprechenden Jahresbericht. Der Kommandant gab zunächst einen kurzen Rückblick auf das Einsatzgeschehen 2015 mit 186 Alarmierungen. Grob gerechnet ist die Feuerwehr Forchheim also jeden 2ten Tag auf den Beinen und rechnet man die Übungen dazu, haben wir ein Gerätehaus, dass täglich auch ohne hauptamtliche Kräfte besetzt ist, so Mittermeier. An besonderen Einsätzen hob der Kommandant unter anderem den Schwelbrand in der Gaststätte „Tenne“ hervor. Man mag sich gar nicht ausmalen, so Mittermeier, wenn der Pächter der Gaststätte den Schwelbrand nicht rechtzeitig entdeckt hätte. Ein Wohnhausbrand in der historischen Innenstadt Forchheims – ein echtes Schreckensszenario. Als Ausbildungsschwerpunkt nannte der Kommandant die Integration des Digitalfunks. Nachdem alle Fahrzeuge im Bezirk 1 mit entsprechenden Geräten ausgestattet sind und so gut wie alle Einsatzkräfte in der Stadt und in den Stadtteilen geschult wurden, startet das „digitale Spracherlebnis“ am 1. Mai 2016. Kritische Worte fand Mittermeier zum Besuch von nur 7 Stadträten in der Feuerwehr. „Wenn die am schlechtesten bezahlte Institution einer Gemeinde mit den wichtigsten Gerätschaften einer Kommune zu einem Informationsabend einlädt und von 40 Stadträten nur 7 kommen, so sollte das nicht nur uns zu denken geben“. Abschließend gab der Kommandant seiner Freude Ausdruck, dass der Feuerwehrbedarfsplan für das Stadtgebiet in die Wege geleitet wurde. Dieser Bedarfsplan gibt der Stadt Handlungssicherheit und gewährleistet eine vernünftige Ausstattung ihrer Feuerwehren, so Mittermeier. Mit Dankesworten an den scheidenden Oberbürgermeister, an die Führungskräfte des Landkreises, an die Mitarbeiter der Verwaltung, an die Einsatzkräfte aus den Stadtteilwehren, an das THW sowie das BRK sowie an alle meine Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, die mit Leib und Seele dabei sind, Ihre Übungen besuchen, innovativ mitarbeiten und zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit sind, ihren „Job“ zu machen, schloss der Kommandant seinen Jahresbericht.

Jugendwart Thomas Jungbauer berichtete in seinen Ausführungen, dass zurzeit 15 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren in der Jugendgruppe mitmachen. Zur gleichen Zeit des vergangenen Jahres waren es nur 8 Jugendliche.

Den Kassenbericht trug Kassier Heinz Bedürftig vor. Er berichtete, dass im Jahr 2015 keine außergewöhnlichen Ein- und Ausgaben getätigt wurden. In viele Projekte, die der Vorsitzende ja bereits beschrieben hat, wurde investiert.

Kassenprüfer Werner Ruder erklärte, dass im Rahmen der Kassenprüfung keine Unregelmäßigkeiten festgesellt werden konnten.
Er stellte den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft, die nachfolgend durch die Anwesenden erfolgte.

Kreisbrandrat Oliver Flake und Kommandant Jürgen Mittermeier hatten anschließend die Ehre, der Feuerwehrkapelle eine Urkunde des LFV zu überreichen. Grund für diese Ehre ist das 130jährige Bestehen der Kapelle. Darüber hinaus wurden zahlreiche Musiker für ihr langjähriges Wirken in der Feuerwehrkapelle geehrt.

Vorsitzender Josua Flierl nahm nach dieser Auszeichnung die Ehrung von Mitgliedern für 10, 25 und 40jährige Vereinszugehörigkeit vor.
10 Jahre:
Josua Flierl, Wolfgang Hofmann, Stephan Ruhland, Peter Pinzel, Erwin Schubert, Johannes Kredel, Johanna Schürr, Dr. Ulrich Schürr, Sarah Thieme und Hans Ritschka.
25 Jahre:
Markus Herfurth, Wolfgang Penther, Ottmar Haus, Heinz Sehr, Peter Zettel, Alfred Fuchs, Wolfgang Häfner, Herhard Amtmann, Rudolf Dilling, Wolfgang Müller, Hans-Joachim Schmitt, Adolf Schramm, Helmut Streit, Maria Wagner, Werner Wagner, Günter Dotterweich und Hans-Jürgen Stoll.
40 Jahre:
Klaus Sreball, Klaus Horsch und Werner Horsch

Im Anschluss erfolgte die Neuaufnahme von Aktiven. Es sind dies Tobias Lukoschek, Holger Adami, Sebastian Weber, Stefan Mauser, Andreas Bartak, Peter Becker und Andreas Schneider.

In die Jugendgruppe neu aufgenommen wurden Maximilian Lohnert, Jan Piezocha, Tim Wetzel, Eren Karabag, Amelie Höhn, Leon Schmidt und Michael Gil.

Der Vorsitzende verlas anschließend 21 Namen von neuen Fördermitgliedern.

Nach den Ehrungen nahm der Kommandant Beförderungen vor.
Zum Oberfeuerwehrmann
Florian Böhm und Johannes Gebhardt
Zum Hauptfeuerwehrmann
Christoff Beitlich, Mathias Horsch und Peter Pinzel
Zum Oberlöschmeister
Roland Schmidt
Zum Hauptlöschmeister
Jan Gruszka
Zum Brandmeister
Uwe Rothenbüchen

Das Dienstaltersabzeichen erhielten für
10 Jahre aktiven Dienst
Peter Adelmann
20 Jahre aktiven Dienst
Benjamin Mönius
40 Jahre aktiven Dienst
Klaus Sreball

Im Anschluss verlas und erläuterte der Vorsitzende drei notwendige Satzungsänderungen, die von den Anwesenden nachfolgend mehrheitlich angenommen wurden.

Oberbürgermeister Franz Stumpf berichtete in seinem Grußwort von einem Vortrag zum Thema „Ehrenamt in der Stadt“, den er kürzlich besucht hat. Der OB erklärte, dass es viele Ehrenämter gibt, der Feuerwehrdienst jedoch ein besonderes Ehrenamt darstellt. Der OB dankte dem Vorsitzenden, dem Kommandanten und den Aktiven für die geleistete Arbeit sowie für die vielen Einsatz- und Übungsstunden. Abschließend dankte er für die gute Zusammenarbeit während seiner langen Zeit als Oberbürgermeister.

Landrat Dr. Ulm erklärte, dass es für Ihn heute ein schöner Abend sein. „Ein Feuerwehrler und Feuerwehrleuten, ein Musiker unter Musikern und der Club hat auch noch gewonnen“. Der Landrat erklärte, dass Feuerwehrleute selber etwas anpacken. Von vielen Leuten höre er jedoch nur, dass etwas getan werden müsste. Zum Abschluss seines Grußwortes beglückwünschte der Landrat die Kapelle zum Jubiläum.

KBR Flake überbrachte den Dank für die geleistete Arbeit von der gesamten Kreisbrandinspektion. Er gab abschließend einen kurzen Rückblick auf das letzte Jahr im Hinblick auf den „Ausbildungsstandort Feuerwehr Forchheim“.

Mit einem Schlusswort des Vorsitzenden endete die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Freiwillige Feuerwehr Forchheim e.V.

Wolfgang Penther