Ehrungsabend 2016_5 In einem ganz anderen Ambiente als in den letzten Jahren fand der diesjährige Ehrungsabend der Stadt Forchheim für die Feuerwehren der Stadt am Abend des 4. November 2016 statt. Wegen der Umbau- und Sanierungsarbeiten im Rathaus konnte die Veranstaltung nicht wie in den letzten Jahren im Rathaussaal stattfinden, sondern musste in die Aula der Adalbert-Stifter-Schule im Forchheimer Norden verlegt werden.

Ehrungsabend 2016_1 Bürgermeister Franz Streit begrüßte in Vertretung des OBM die zahlreichen Aktiven aller fünf Forchheimer Wehren, Landrat Dr. Ulm, die Vertreter des THW und der Werkfeuerwehr INFIANA, KBR Flake, KBI Messingschlager, KBM Kupfer sowie zahlreiche Stadträte und die Vertreter der Verwaltung.

Als nächstes trat Landrat Dr. Herrmann Ulm an das Rednerpult und gab seiner Freude Ausdruck, an dieser Veranstaltung teilnehmen und Ehrungen vornehmen zu dürfen.

Ehrungsabend 2016_2 Er wies darauf hin, dass es mit den Feuerwehren der Stadt gut bestellt ist, sowohl bei den Aktiven als auch in den Vereinen. Er dankte den Aktiven für „die Opfer“, die sie in ihrer Freizeit erbringen. Mit den Worten „es läuft gut in der Forchheimer Blaulichtfamilie“ endeten die Ausführungen des Landrats. Im Anschluss nahm Dr. Ulm im Auftrag des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann Ehrungen für 40 und für 25 Jahre aktiven Dienst vor.

Ehrungsabend 2016_4 Für 40 Jahre geehrt wurden Hubertus Hadwiger (FFW Reuth) sowie Dietmar Schneider und Georg Herold (FFW Kersbach).

Für 25 Jahre geehrt wurden Jürgen Alt und Jörg Kempf (FFW Kersbach) sowie Michael Ackermann und Wolfgang Penther (FFW Forchheim).

Der Landrat verlas jeweils die Urkunden der Staatsregierung und KBR Oliver Flake überreichte die entsprechenden Ehrenzeichen.

Ehrungsabend 2016_7 Nach einem Musikstück der Feuerwehrkapelle, die auch in diesem Jahr die Veranstaltung musikalisch umrahmte, begab sich Bürgermeister Franz Streit an das Rednerpult und begann seine Ausführungen mit den Worten „mein Herz schlägt immer für die Feuerwehr“. Er bringe immer noch Bewunderung auf für die Tätigkeiten der Feuerwehr. Für ihn, so Streit, sind die Aktiven der Wehren Helden.

Streit erinnerte in diesem Zusammenhang an den kürzlich in Ludwigshafen stattgefundenen Chemieunfall, bei dem mehrere Feuerwehrleute der Werkfeuerwehr ums Leben kamen sowie an die jüngsten Erdbeben in Mittelitalien. Ohne die Feuerwehren wäre die Bevölkerung bei diesen Ereignissen jeweils schutzlos gewesen.

Möge Forchheim von derartigen Schadensereignissen verschont bleiben, so der Bürgermeister. Doch auch in Forchheim wachsen die Herausforderungen an die Wehren aufgrund der Bevölkerungszunahme und der Ansiedlung weiterer Industrie.

Zum Abschluss seiner Ausführungen wies Franz Streit auf den in Auftrag gegebenen Feuerwehrbedarfsplan hin, der für die Stadt für die kommenden fünf Jahre verpflichtend sein wird.

Nach seiner Rede überreichte der Bürgermeister den Geehrten ein monetäres Geschenk der Stadt als Anerkennung der Leistungen.

Ehrungsabend 2016_6 Nachfolgend trat KBR Oliver Flake an das Pult und erklärte, dass er froh ist über die vorbildliche Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen im Landkreis.

Zu einem First Responder Einsatz, zu dem die Stadtfeuerwehr kürzlich gerufen wurde, erklärte der KBR, dass derartige Einsätze die Ausnahme bleiben müssen. Hilfe in derartigen Fällen müssen die leisten, die dafür eigentlich da sind – und das sind nicht die Feuerwehren. Wenn dies öfter nicht möglich ist, sollten die dortigen organisatorischen Verhältnisse einmal auf die Waagschale gelegt und überprüft werden.

Mit Dankesworten im Namen der Kreisbrandinspektion an die Geehrten sowie an die Stadt für die monetären Leistungen endete der KBR.

Ehrungsabend 2016_7 Stadtbrandinspektor Jürgen Mittermeier begann sein anschließendes Grußwort unter der Überschrift „Schraubkupplungen statt Storz“ mit einem Hinweis auf die derzeit laufenden Verhandlungen zu Freihandelsabkommen mit Amerika und Kanada.
Sollten diese Abkommen in Kraft treten, so wäre es theoretisch durchaus denkbar, dass eine Deutsche Feuerwehr künftig mit chromblitzenden Engines, Ladder oder Trucks zu Einsätzen ausrücken wird, da Handelshemmnisse ja nicht mehr vorhanden sind.
Wie sich die Zuschussgeber zu solchen Überlegungen verhalten werden, ist noch nicht bekannt und wie dann Ausrüstungen der Feuerwehr A mit den Ausrüstungen der Feuerwehr B zusammenpassen werden, kann auch noch nicht gesagt werden.
Klar ist jedoch, so der SBI, dass Abkommen die den Arbeits- und Gesundheitsschutz beeinträchtigen, tunlichst vermieden werden sollten. Sicherheit muss auch in Zukunft an erster Stelle stehen und darf nicht durch wirtschaftliche Interessen ins Abseits geschoben werden.

Doch eines sehr verehrte Gäste und liebe Kammeraden kann kein Freihandelsabkommen ersetzen, die Liebe zum Nächsten, der uneigennützige Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit, die unzähligen Stunden beim Üben und bei den Einsätzen sowie die Kameradschaft untereinander, so Jürgen Mittermeier.
Dies gibt es mit oder ohne Abkommen nur durch uns als Menschen, die ihr Hobby zur Lebensaufgabe gemacht haben.
Aus diesem Grund freue ich mich, so Mittermeier, den heutigen Ehrungstag für langjährige Feuerwehrdienstzeit mit Euch feiern zu dürfen.

Anschließend trat nochmals BM Franz Streit an das Mikrofon und erklärte den offiziellen Teil der Veranstaltung für beendet.

Gleichzeitig lud der Bürgermeister alle anwesenden zu einer Brotzeit und einem gemütlichen Beisammensein ein.